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Schnuck

ErstesBrettSpieler
 

Dabei seit: 21.10.2004
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| Situation Frauenschach aus Sicht der Frauenreferentin |
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Nur mal so, mir ist gerade danach:
Anzahl saarländischer Spielerinnen auf Frauen-Meisterschaften 2010:
Saarlandebene:
SEM-F: 4
SSEM-F: 4
SBEM-F: 4
Deutsche Ebene:
Dt. Frauen-Mannsch.Meistersch. (8er): 7
DEM-F: 0
DBEM-F: 0
DSEM-F: 0
Einziger positiver Effekt: wir sparen durch die Nichtteilnahme an den dt. Meisterschaften unserem Verband in Zeiten knapper Kassen Kosten. Ich möchte an dieser Stelle nicht unerwähnt lassen, dass es Landesverbände gibt, die - im Gegensatz zum SSV - ihren Spielerinnen weder Startgeld noch Reisekosten erstatten!
An mangelndem Informationsfluss kann die geringe Teilnehmerzahl nicht liegen, dafür habe ich die Ausschreibungen oft genug an die "Frau" gebracht. Ich denke, die Hauptgründe sind Unlust und Desinteresse, teils auch (unbegründete) Angst oder Unsicherheit einzelner Spielerinnen, nicht gut genug zu sein, zum geringen Teil auch persönliche oder schachliche Terminüberschneidungen. Dafür mache ich niemandem einen Vorwurf.
Ein kleiner Trost für mich ist, dass dieses Problem nicht nur im Frauenschach Saar besteht, sondern auch auf deutscher Ebene.
Ich frage mich jedoch, ob es die Zeit, die ich für für mein Amt als Frauenreferentin (Ausschreibungen, Terminfindungen, Ausrichtungen etc.) aufbringe, wert ist. So, wie es jetzt läuft, macht es einfach keinen Spaß!
Ich bekomme die tollsten Vorschläge: extra Training für Frauen, gemeinsame Nachmittage/geselliges Beisammensein - ohne Schach, etc. ...
Toll! Das kann man alles machen! Aber ich sehe nicht ein, noch mehr zusätzliche Zeit zu investieren, wenn bei der "eigentlichen Sache" - den Schachturnieren - nicht mal eine Hand voll Spielerinnen kommt.
Ich seh mir das "Elend" 2011 noch einmal an. Ich habe ja bereits geschrieben, dass ich bei weniger als acht Spierelinnen keine separate Meisterschaft mehr organisieren werde. Wenn die Situation, genauer gesagt, die aktive Teilnahme der Saarländerinnen, sich im kommenden Jahr nicht merklich verbessert, werde ich definitiv das Handtuch werfen.
Vielleicht liegt es ja auch an mir. In dem Fall sollte jemand, der hochmotiviert ist und es besser machen kann und will, das Ruder in die Hand nehmen und für Aufschwung sorgen.
Mit frustrierten Grüßen
Sonja
__________________ Schnuck
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29.07.2010 22:02 |
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*Herbert Bastian*
Großmeister und Forengott
         

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| RE: Situation Frauenschach aus Sicht der Frauenreferentin |
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| Zitat: |
Original von Schnuck
Nur mal so, mir ist gerade danach:
Anzahl saarländischer Spielerinnen auf Frauen-Meisterschaften 2010:
Saarlandebene:
SEM-F: 4
SSEM-F: 4
SBEM-F: 4
Deutsche Ebene:
Dt. Frauen-Mannsch.Meistersch. (8er): 7
DEM-F: 0
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Einziger positiver Effekt: wir sparen durch die Nichtteilnahme an den dt. Meisterschaften unserem Verband in Zeiten knapper Kassen Kosten. Ich möchte an dieser Stelle nicht unerwähnt lassen, dass es Landesverbände gibt, die - im Gegensatz zum SSV - ihren Spielerinnen weder Startgeld noch Reisekosten erstatten!
An mangelndem Informationsfluss kann die geringe Teilnehmerzahl nicht liegen, dafür habe ich die Ausschreibungen oft genug an die "Frau" gebracht. Ich denke, die Hauptgründe sind Unlust und Desinteresse, teils auch (unbegründete) Angst oder Unsicherheit einzelner Spielerinnen, nicht gut genug zu sein, zum geringen Teil auch persönliche oder schachliche Terminüberschneidungen. Dafür mache ich niemandem einen Vorwurf.
Ein kleiner Trost für mich ist, dass dieses Problem nicht nur im Frauenschach Saar besteht, sondern auch auf deutscher Ebene.
Ich frage mich jedoch, ob es die Zeit, die ich für für mein Amt als Frauenreferentin (Ausschreibungen, Terminfindungen, Ausrichtungen etc.) aufbringe, wert ist. So, wie es jetzt läuft, macht es einfach keinen Spaß!
Ich bekomme die tollsten Vorschläge: extra Training für Frauen, gemeinsame Nachmittage/geselliges Beisammensein - ohne Schach, etc. ...
Toll! Das kann man alles machen! Aber ich sehe nicht ein, noch mehr zusätzliche Zeit zu investieren, wenn bei der "eigentlichen Sache" - den Schachturnieren - nicht mal eine Hand voll Spielerinnen kommt.
Ich seh mir das "Elend" 2011 noch einmal an. Ich habe ja bereits geschrieben, dass ich bei weniger als acht Spierelinnen keine separate Meisterschaft mehr organisieren werde. Wenn die Situation, genauer gesagt, die aktive Teilnahme der Saarländerinnen, sich im kommenden Jahr nicht merklich verbessert, werde ich definitiv das Handtuch werfen.
Vielleicht liegt es ja auch an mir. In dem Fall sollte jemand, der hochmotiviert ist und es besser machen kann und will, das Ruder in die Hand nehmen und für Aufschwung sorgen.
Mit frustrierten Grüßen
Sonja |
Es liegt sicher nicht an dir, sondern an unseren Vereinen, die es in der Vergangenheit nicht geschafft haben, mehr Frauen für den Schachsport zu interessieren. Da muss sich etwas Grundlegendes in nächster Zukunft ändern! Werde mir dazu auch mal Gedanken machen!
__________________ Gens una sumus!
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29.07.2010 22:26 |
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Schnuck

ErstesBrettSpieler
 

Dabei seit: 21.10.2004
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Themenstarter
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| RE: Situation Frauenschach aus Sicht der Frauenreferentin |
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Ich weiß nicht, wie hoch die Frauenquote im Saarland/Deutschland ist - tippe mal auf 15 %.
Ich habe einen Mailverteiler von den saarländischen Schachspielerinnen aufgebaut. Der ist natürlich nicht komplett, aber ich weiße immer wieder darauf hin, dass Spielerinnen, die in diesem Verteiler noch nicht drin sind, auf Wunsch aufgenommen werden.
Wir haben im Saarland genügend aktive (oder besser gesagt: gemeldete) Spielerinnen. Diese beteiligen sich allerdings nicht sehr häufig am Spielgeschehen. Und das ist deren eigene Entscheidung. Sie haben halt andere Prioritäten!
Die Spielerinnen im Saarland, die bei mir im Mail-Verteiler sind, sind nicht auf Informationen seitens Ihrer Vereine, seitens der Rochade oder sonstigen Veröffentlichungen angewiesen, sondern sie bekommen alle Infos dirkekt von mir aus erster Hand. Von daher: Schuldabweisung an die Vereine!
Nicht nur die Frauen!!!
Für viele Spieler, seien es männliche oder weibliche, ist Schach ein Hobby, ein Zeitvertreib. Bei den Frauen überwiegt dies vermutlich mehr als bei den Männern.
Fakt ist: Entweder ich interessiere mich für etwas und nehme dies ernst, oder nicht. Das ist die Entscheidung eines jeden Einzelnen.
Musterbeispiele aus meinen eigenen früheren Erfahrungen: Als ich im Chor war, nahm ich selbstverständlich an den Proben teil. Und bei Auftritten erst recht. Wenn nämlich nicht, ... o ooh, das hätte Stunk gegeben... vom Chorleiter und von den Mitsängern.
Ich hab früher Volleyball gespielt: Da war zwei Mal wöchentliches Training selbstverständlich. Termine für die Kämpfe wurden ebenfalls und vor allem mit Lust und Ehrgeiz von jedem wahrgenommen.
Wo liegt also das Problem?
Ich glaube, in den heutigen Zeiten, in denen ohne Internet gar nichts mehr geht, gibt es in vielen Bereichen eine Einstellung wie: ".... oooch, heut geh ich nicht in den Verein, ... keinen Bock, zu müde, hab was anderes vor..., chatte noch ein bisschen, zocke im Netz... Am Sonntag ist ein Spiel? Hmmm, aber eigentlich wollte ich doch da lieber...."
Was die Vereine meiner Meinung nach tun können bzw. müssen:
Das allgemeine Wohlbefinden steigern! Es sollte für jedermann/-frau eine Freude sein, in seinen Schachclub zu gehen. Es muss Anreize geben! Der Verein muss seinen Mitgliedern etwas bieten: nette Atmosphäre, gute Gespräche, Trainingsabende zur Verbesserung des eigenen Spiels, Turnierabende, Freundschaften schließen, gemeinsame Unternehmungen, Zusammenhalt schaffen! WOHLFÜHLFAKTOR!
Ich glaube, das ist das A und O eines jeden Vereines! Dann haben auch diejenigen ihren Spaß am Vereinsleben, die von der Spielstärke vielleicht nicht unbedingt die Nase vorne haben.
Hab ich übschon erwähnt, dass ich mich in meinem neuen Verein Caissa Schwarzenbach pudelwohl fühle :-))
Und jetzt
Gute Nacht
__________________ Schnuck
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30.07.2010 00:37 |
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franzjosef
Kreismeister
         

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| RE: Situation Frauenschach aus Sicht der Frauenreferentin |
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| Zitat: |
Original von Schnuck
Ich weiß nicht, wie hoch die Frauenquote im Saarland/Deutschland ist - tippe mal auf 15 %.
Ich habe einen Mailverteiler von den saarländischen Schachspielerinnen aufgebaut. Der ist natürlich nicht komplett, aber ich weiße immer wieder darauf hin, dass Spielerinnen, die in diesem Verteiler noch nicht drin sind, auf Wunsch aufgenommen werden.
Wir haben im Saarland genügend aktive (oder besser gesagt: gemeldete) Spielerinnen. Diese beteiligen sich allerdings nicht sehr häufig am Spielgeschehen. Und das ist deren eigene Entscheidung. Sie haben halt andere Prioritäten!
Die Spielerinnen im Saarland, die bei mir im Mail-Verteiler sind, sind nicht auf Informationen seitens Ihrer Vereine, seitens der Rochade oder sonstigen Veröffentlichungen angewiesen, sondern sie bekommen alle Infos dirkekt von mir aus erster Hand. Von daher: Schuldabweisung an die Vereine!
Nicht nur die Frauen!!!
Für viele Spieler, seien es männliche oder weibliche, ist Schach ein Hobby, ein Zeitvertreib. Bei den Frauen überwiegt dies vermutlich mehr als bei den Männern.
Fakt ist: Entweder ich interessiere mich für etwas und nehme dies ernst, oder nicht. Das ist die Entscheidung eines jeden Einzelnen.
Musterbeispiele aus meinen eigenen früheren Erfahrungen: Als ich im Chor war, nahm ich selbstverständlich an den Proben teil. Und bei Auftritten erst recht. Wenn nämlich nicht, ... o ooh, das hätte Stunk gegeben... vom Chorleiter und von den Mitsängern.
Ich hab früher Volleyball gespielt: Da war zwei Mal wöchentliches Training selbstverständlich. Termine für die Kämpfe wurden ebenfalls und vor allem mit Lust und Ehrgeiz von jedem wahrgenommen.
Wo liegt also das Problem?
Ich glaube, in den heutigen Zeiten, in denen ohne Internet gar nichts mehr geht, gibt es in vielen Bereichen eine Einstellung wie: ".... oooch, heut geh ich nicht in den Verein, ... keinen Bock, zu müde, hab was anderes vor..., chatte noch ein bisschen, zocke im Netz... Am Sonntag ist ein Spiel? Hmmm, aber eigentlich wollte ich doch da lieber...."
Was die Vereine meiner Meinung nach tun können bzw. müssen:
Das allgemeine Wohlbefinden steigern! Es sollte für jedermann/-frau eine Freude sein, in seinen Schachclub zu gehen. Es muss Anreize geben! Der Verein muss seinen Mitgliedern etwas bieten: nette Atmosphäre, gute Gespräche, Trainingsabende zur Verbesserung des eigenen Spiels, Turnierabende, Freundschaften schließen, gemeinsame Unternehmungen, Zusammenhalt schaffen! WOHLFÜHLFAKTOR!
Ich glaube, das ist das A und O eines jeden Vereines! Dann haben auch diejenigen ihren Spaß am Vereinsleben, die von der Spielstärke vielleicht nicht unbedingt die Nase vorne haben.
Hab ich übschon erwähnt, dass ich mich in meinem neuen Verein Caissa Schwarzenbach pudelwohl fühle :-))
Und jetzt
Gute Nacht |
100%
Zustimmung in den vereinen wo was los ist kommen auch die Leute.
__________________
Weltmeisterbezwinger
Ist es nicht wie man will, so muss man wollen wie es ist
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30.07.2010 09:23 |
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Müllerhg
Jugendtrainer
  
Dabei seit: 24.06.2006
Beiträge: 447
Level: 35 [?]
Erfahrungspunkte: 687.360
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| RE: Situation Frauenschach aus Sicht der Frauenreferentin |
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Schade, aber ich befürchte, dass der Wohlfühlfaktor nicht mehr in so vielen Vereinen für Jung und Alt gegeben ist. Oft hängt es an einzelnen Personen, die Herz und Seele einbringen, WEnn die dann nicht mehr wollen oder können... Führt irgendwie, gewollt oder ungewollt, zu einer landfluchtähnlichen Konzentration auf die größeren Vereine, in denen sportliche Interessen und das gesellige Miteinander noch kombinierbar sind.
__________________ hg
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01.08.2010 22:12 |
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*Herbert Bastian*
Großmeister und Forengott
         

Dabei seit: 12.10.2004
Beiträge: 2.572
Herkunft: Emmersweiler
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| RE: Situation Frauenschach aus Sicht der Frauenreferentin |
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| Zitat: |
Original von Müllerhg
Schade, aber ich befürchte, dass der Wohlfühlfaktor nicht mehr in so vielen Vereinen für Jung und Alt gegeben ist. Oft hängt es an einzelnen Personen, die Herz und Seele einbringen, WEnn die dann nicht mehr wollen oder können... Führt irgendwie, gewollt oder ungewollt, zu einer landfluchtähnlichen Konzentration auf die größeren Vereine, in denen sportliche Interessen und das gesellige Miteinander noch kombinierbar sind. |
Sicher korrekt, aber woran liegt es? Oder, besser gefragt, wie können wir das wieder ändern?
__________________ Gens una sumus!
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01.08.2010 22:31 |
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